Elbe Elster Schlössernacht

Schloss Neudeck

Ein Schloss in der Lausitz

Uebigau-Wahrenbrück liegt im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Zu den bedeutendsten Denkmälern dieser kleinen Stadt gehört das Schloss Neudeck. Es liegt unweit der schwarzen Elster, einem Nebenfluss der Elbe. Das erstmals im 13. Jahrhundert erwähnte Rittergut gehörte Mitte des 19. Jahrhunderts einer der wichtigsten und mächtigsten Adelsfamilien von Sachsen und Preußen.

Schloss Neudeck

Das Schloss im Wandel der Zeit

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Schloss im Jahr 1212. Damals beanspruchte der Ritter Thietholdus de Nidecke das Schloss für sich. Die einstige Wasserburg wurde später total zerstört. Anfang des 16. Jahrhunderts kaufte Lupold von Brandstein das Grundstück Neudeck. Im Jahr 1521 baute er auf den Resten der alten Burg ein Renaissanceschloss. Der in dieser Phase errichtete zweigeschossige Hauptflügel kann noch heute bewundert werden.

Seit jener Zeit gehörte das Schloss zu den ältesten herrschaftlichen Wohnsitzen des Landes Brandenburg. Die gesamte Anlage, zu der ein Herrenhaus, eine Parkanlage, eine Gärtnerei und ein Wirtschaftshof gehörten, hat im Laufe der Jahre noch mehrere Umbauphasen durchlaufen. So wurde das Schloss nach diversen Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg nach Westen erweitert.

Ab 1711 unterlag es dem Einfluss des Barock. In den Wirren des Zweiten Weltkrieges gehörte das Schloss dem Berliner Rasierklingen-Fabrikanten Otto Roth. Er bewohnte es bis zum Ende des Krieges. Von der DDR-Zeit bis zum Jahr 1992 war hier eine Polizeischule untergebracht. Seit 2010 befindet sich Schloss Neudeck wieder im Besitz des Landes Brandenburg.

Barock

Besonderheiten des Schlosses

Der Bau der Burg glich seit ihrem Wiederaufbau im Jahr 1521 einem Rechteck. Unter der Anleitung von Friedrich von Schleinitz wurde dieser Bau 1615 erweitert. An der westlichen Seite kam ein Rundturm hinzu. Die Hoffassade wurde um einen Treppenturm erweitert.

Die Gartenfassade des Gebäudes wurde in den Jahren 1904 bis 1905 neu gestaltet. Unterschiedliche Baustilrichtungen prägten von nun an das Herrenhaus. So war neben der Renaissance und dem Barock auch die Heimatschutzarchitektur vertreten. Dies macht noch heute den besonderen Charme des Schlosses aus.