Elbe Elster Schlössernacht

Einbruchschutz bei historischen Sehenswürdigkeiten

Schlösser und Burgen sind Anziehungsmagnete für Besucher und Touristen. Diese historischen Sehenswürdigkeiten sind meistens prall gefüllt mit wertvollen Antiquitäten, Gemälden, Statuen, Porzellan oder Einzelstücken aus Gold und Silber etc. Außerdem befinden sich dort oft unwiederbringliche Dokumente mit hohem Seltenheitswert. Solche Exponate ziehen unter Umständen auch Diebe und Einbrecher an. Wertvolle Museumsstücke erzielen bei Sammlern und Hehlern gute Erlöse.

Also brauchen historische Sehenswürdigkeiten unbedingt ausreichenden Einbruchschutz. Schlösser und Burgen sind deutsches Kulturgut, das erhalten werden muss. Allein in Sachsen befinden sich zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten. Das Schloss Moritzburg gehört genau so dazu wie der Zwinger in Dresden, die Festung Königstein, die Albrechtsburg Meissen oder das Schloss Pillnitz und viele mehr.

Einbruchschutz bei historischen Sehenswürdigkeiten

Alarmanlage

Schlösser und Burgen haben meistens Türen, Seiteneingänge und Tore, die für Einbrecher leicht zu knacken sind. Deshalb ist als Einbruchschutz zunächst eine leistungsfähige Alarmanlage rund um das alte Gemäuer und die historischen Gebäude als wichtige Installation anzusehen. Kontakte, die einen Alarm auslösen, müssen an allen Türen und Fenstern sein.

Die Alarmanlage wird vervollständigt durch Überwachungskameras. Sie sollen an allen brisanten Stellen postiert sein, mal auffällig sichtbar und mal unauffällig unsichtbar. Alarmanlage und Überwachungskamera sollten an ein Überwachungssystem gekoppelt sein, entweder mit direkter Verbindung zur Polizei oder einem 24 Stunden-Sicherheitsdienst.

 

Doppelter Einbruchschutz

Wer trotz Alarmanlage einen Einbruch wagt, der sollte im Gebäude zunächst auf massive Barrieren treffen. Zwar ist dann der Alarm schon ausgelöst, aber Einbrecher haben es oft gezielt auf bestimmte Objekte abgesehen und brauchen dafür nicht viel Zeit. Deshalb muss ihnen das weitere Eindringen möglichst schwer gemacht werden. Die Alarmanlage läuft und der Einbrecher hat nicht mehr viel Zeit.

Das erreicht man zum Beispiel durch mit Eisenbändern verstärkte Türen oder mit spezieller Sicherheitstechnik vom Fachmann, zum Beispiel mit Pilzkopfverriegelung oder Aufschraubsicherung. Dieser fachmännische Einbruchschutz soll dazu beitragen, dass der Einbrecher seinen Plan aufgibt. Für diese Hindernisse hat er nicht genug Zeit, weil die Alarmanlage bereits aktiviert ist. Doppelt hält besser – nämlich Einbrecher ab. Beratung zum Thema Einbruchschutz gibt es häufig bei lokalen Experten.

Historische Fenstergitter

Einbruchschutz an historischen Fenstern

Als Einbruchschutz für Fenster an historischen Gebäuden kann ein Kastenfenster montiert werden. Dafür wird innen im Abstand von circa 15 cm ein unabhängiges zweites Fenster mit stabilem Rahmen montiert.

Es sollte aus Verbundsicherheitsglas bestehen, das einen sehr hohen UV-Schutz bietet, denn historische Exponate und wertvolles Interieur können durch Sonnenlicht Schaden nehmen. Das Sicherheitsglas ist für Einbrecher ein schwer zu überwindendes Hindernis, das sich auf die Schnelle nicht aus dem Weg räumen lässt. Der Alarm ist bereits aktiviert – die Uhr tickt.

Security

Fazit

Alle zusätzlichen Hürden für Einbrecher funktionieren nur, wenn zuvor die Alarmanlage ausgelöst hat. Deshalb ist die Basis für einen guten Einbruchschutz bei historischen Sehenswürdigkeiten eine exzellente und flächendeckende Alarmanlage, deren Funktionalität laufend überprüft wird. Wegen des ausgelösten Alarms hat der Einbrecher niemals genug Zeit, mechanischen Einbruchschutz zu zerstören und seinen geplanten Diebstahl in die Tat umzusetzen.

Die Elbe-Elster-Schlössernacht

Die Elbe-Elster-Schlössernacht war ein Event für die ganze Familie. Die Besucher hatten großes Interesse an der Geschichte der Schlösser, den historischen Schlossbauten und den Stadtführungen.

Die Elbe-Elster-Schlössernacht

Elbe-Elster-Schlössernacht mit buntem Programm

Dem Anlass entsprechend wurde eine kulturelle Umrahmung geboten. Um die 3000 Besucher wurden auf den Veranstaltungen gezählt. Sie kamen aus dem Elbe-Elster-Land, Prag, Dresden, Berlin sowie den angrenzenden Nachbarkreisen.

In den 8 Schlössern wurden Kinderprogramme und Führungen angeboten. Wer Lust hatte, konnte in die Welt der Handwerkskünste eintauchen, der Musik lauschen oder den Buchlesungen und Vorträgen lauschen.

 

Schloss Pretzsch

Kunst und Kultur

Während in Elsterwerda eine Partie Schach gespielt werden konnte, hörte man die Trompetenklänge auf Schloss Ahlsdorf schon von weitem. Auf dem Schloss Grochwitz wurde ein Musical vorgeführt, das bei den Zuschauern sehr gut ankam.

Interessant waren auch die zahlreichen Führungen, die in Gruppen durchgeführt wurden. Eine der Führungen fand quer durch den Fürst Pückler Park am Schloss Pülswerda statt. Wer in Ahlsdorf eine Tracht angezogen hatte, musste nur die Hälfte des Eintrittspreises zahlen.

Schloss in Dresden

Das Schloss Uebigau

Eines der Schlösser der Elbe-Elster-Schlössernacht war das Schloss Uebigau. Hier hatte man sich ein Programm für die ganze Familie ausgedacht. Auch in Uebigau wurden Besucher belohnt, die in Tracht auf dem Event erschienen. Sie mussten keinen Eintritt zahlen. Für alle anderen Besucher wurde ein Eintritt von 3 Euro festgelegt. Gestartet wurde mit der Einweihung der Informationstafeln mit anschließendem Kaffee und Kuchen. Für Kinder fand nachmittags eine Schatzsuche statt, die den Kindern viel Spaß machte.

Der Turm des Schlosses wurde dafür genutzt, zwischendurch Fanfaren spielen zu lassen. Für viele Touristen aus den umliegenden Gegenden dürfte die Stadtführung sehr interessant gewesen sein. Untermalt wurde das bunte Programm mit viel Musik zum Beispiel durch ein Streichquartett oder die Evergreen Big Band. Zum Abschluss der Feierlichkeiten fand um Mitternacht ein unvergessliches Feuerwerk statt.

Schloss Elsterwerda

Barockes Schmuckstück an der Schwarzen Elster

Das Schloss Elsterwerda befindet sich in der brandenburgischen Kleinstadt Elsterwerda. Südlich des Stadtkerns gelegen, bedarf es nur weniger Schritte zur Schwarzen Elster, die den Ort in westliche Richtung durchfließt. Hier, an deren südlichem Ufer, stand etwa vier Jahrhunderte lang eine Burg bzw. ein Renaissanceschloss, an dessen Stelle zu Beginn des 18. Jahrhundert schließlich eine barocke Schlossanlage errichtet wurde.

Für den Bau verantwortlich war Woldemar Freiherr von Löwendal, ein kursächsischer Oberhofmarschall. Dieser kam 1708 in den Besitz der Herrschaft, bei der es sich zur damaligen Zeit um eine Vierflügelanlage mit umgebendem Graben handelte. Ersetzt wurde sie in den 1720er Jahren durch eine Dreiflügelanlage mit kurzen Seitenflügeln, die nach Osten offen ist. 1727 sah sich der Bauherr aufgrund finanzieller Schwierigkeiten genötigt, den Besitz an Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen zu verkaufen.

Seine heutige Gestalt erhielt das Schloss durch den Baumeister Johann Christoph Knöffel, der die Anlage nach Plänen von Matthäus Daniel Pöppelmann, dem Hofbaumeister August des Starken, umbaute. Die Kosten für den Umbau, welcher im Wesentlichen durch die Verlängerung der Seitenflügel zum Ausdruck kam, beliefen sich auf 21.257 Taler.

Schloss Elsterwerda

Errichtung eines Königlich-Preußischen Lehrerseminars

Als Schenkung gelangte das Schloss Elsterwerda 1727 in den Besitz von Maria Josepha von Österreich, der Gemahlin des späteren Königs August III. von Polen. Seinen neuen Besitzern diente die Anlage als Jagd- und Lustschloss.

Im späten 18. Jahrhundert fungierte das Schloss als Sommerresidenz für den Herzog Karl von Kurland. Die sächsischen Kurfürsten verwalteten die Anlage bis 1814. Nachdem das Preußische Kultusministerium 1856 die Errichtung eines Königlich-Preußischen Lehrerseminars genehmigte, wurden etwa 70 Jahre lang Volksschullehrer im Gebäude ausgebildet.

Im Schloss Elsterwerda

Heutige Nutzung als Gymnasium

Ab 1926 fungierte das Objekt als Oberrealschule Elsterschloss, welche 1938 in eine Oberschule überging. Ab 1959 gingen hier Schüler zur Erweiterten Oberschule, EOS ‚Wladimir Komarow‘ genannt. Seit 1991 beherbergt die zweigeschossige Anlage mit einer Grundfläche von 3220 m² das Elsterschloss-Gymnasium Elsterwerda. Von 1995 bis 1999 erfuhr das heute unter Denkmalschutz stehende Schloss eine umfassende Restaurierung und zählt seitdem zu den schönsten Schulgebäuden in Deutschland.

Auf dem Schulareal befinden sich auch eine etwa 400 Jahre alte Platane sowie das einstige Gärtnerhaus, das inzwischen den Gymnasiasten als Bibliothek zur Verfügung steht. In der im 18. Jahrhundert geschaffenen Parkanlage, welche später zu einem Landschaftsgarten umgestaltet wurde, finden alljährlich im Mai die Elsterwerdaer Gartentage statt. In herrlicher Schlosskulisse verleben Gartenfans hier informative Stunden und erhalten neue kreative Ideen für ihr eigenes Gartenreich.

Schule

Schloss Doberlug

Von der Abtei zum heutigen Schloss

Das Renaissanceschloss Doberlug ist das auffälligste Bauwerk der brandenburgischen Zwillingsstadt Doberlug-Kirchhain. Seine Geschichte beginnt am 1. Mai 1165 mit der Stiftung einer Zisterzienserabtei in der Niederlausitzer Heidelandschaft.

Nach fast vier bewegten Jahrhunderten wird die Abtei 1541 aufgelöst. An ihrer Stelle beginnt Johann Georg I. von Sachsen im Jahr 1664 mit der Errichtung eines kleinen Jagdschlosses. Im Laufe von über 350 Jahren ist aus dem Jagdschloss ein imposantes Bauwerk geworden, das im 19. und 20. Jahrhundert auch als Gefängnis und kurze Zeit als Kaserne diente. Von der Zisterzienserabtei ist nur die Klosterkirche erhalten geblieben.

Schloss Berlug

Schlichte Fassade mit Volutengiebeln und Türmen

Seit 1676 hat sich die äußere Gestalt des Renaissanceschlosses kaum verändert. Das Schloss Doberlug ist ein Vierkantbau mit rechteckigem Innenhof. Schon aus einiger Entfernung sieht man den Kontrast zwischen weißer Fassade und rotem Ziegeldach. Die Volutengiebel der drei Zwerchhäuser machen die charakteristische Außenerscheinung des Gebäudes aus. Ein achteckiger Turm mit Kupferdach in einer Ecke des Innenhofs überragt die gesamte Anlage.

Über den trockenen Schlossgraben führt eine Brücke durch das wappengeschmückte Haupttor in den Innenhof. Auf der gegenüberliegenden Seite tritt nun der zweite und kleinere der beiden Türme ins Blickfeld, dessen Wendeltreppe in die oberen Stockwerke führt. Im Innenhof sollte man auf den runden Hofbrunnen an der Nordfassade und auf die Wasserspeier in Form von Drachenköpfen achten.

Schlossgraben

Ausstellungs- und Veranstaltungsräume im Museum Schloss Doberlug

Die Schlossanlage wird heute von einem gemeinnützigen Verein erhalten und verwaltet. Die Innenräume sind mit Stuckaturen verziert, in einigen Räumen trägt ein verputztes Kreuzgewölbe zu einem einzigartigen Ambiente bei. Das Museum Schloss Doberlug ist ganzjährig geöffnet. Mehrere Räume einer ständigen Ausstellung sind dem Schoss Doberlug und der Geschichte des Ortes unter verschiedenen Herrschaftsverhältnissen gewidmet.

Historische Objekte und Dokumente führen den Besucher durch die Zeit der wechselnden Besitzverhältnisse zwischen Sachsen und Preußen – erst ab dem Jahr 1815 war der Landstrich preußisch. In wechselnden Sonderausstellungen wird den Besuchern das Werk des Berliner Malers Ulrich Baehr, die Faszination Theodor Fontaines für den Adel oder die ostpreußische Sammlung Dohna-Schlobitten nähergebracht. Zum kulturellen Programm im Schloss gehören auch Lesungen, Konzerte und Feste.

Museum

Schloss Neudeck

Ein Schloss in der Lausitz

Uebigau-Wahrenbrück liegt im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Zu den bedeutendsten Denkmälern dieser kleinen Stadt gehört das Schloss Neudeck. Es liegt unweit der schwarzen Elster, einem Nebenfluss der Elbe. Das erstmals im 13. Jahrhundert erwähnte Rittergut gehörte Mitte des 19. Jahrhunderts einer der wichtigsten und mächtigsten Adelsfamilien von Sachsen und Preußen.

Schloss Neudeck

Das Schloss im Wandel der Zeit

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Schloss im Jahr 1212. Damals beanspruchte der Ritter Thietholdus de Nidecke das Schloss für sich. Die einstige Wasserburg wurde später total zerstört. Anfang des 16. Jahrhunderts kaufte Lupold von Brandstein das Grundstück Neudeck. Im Jahr 1521 baute er auf den Resten der alten Burg ein Renaissanceschloss. Der in dieser Phase errichtete zweigeschossige Hauptflügel kann noch heute bewundert werden.

Seit jener Zeit gehörte das Schloss zu den ältesten herrschaftlichen Wohnsitzen des Landes Brandenburg. Die gesamte Anlage, zu der ein Herrenhaus, eine Parkanlage, eine Gärtnerei und ein Wirtschaftshof gehörten, hat im Laufe der Jahre noch mehrere Umbauphasen durchlaufen. So wurde das Schloss nach diversen Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg nach Westen erweitert.

Ab 1711 unterlag es dem Einfluss des Barock. In den Wirren des Zweiten Weltkrieges gehörte das Schloss dem Berliner Rasierklingen-Fabrikanten Otto Roth. Er bewohnte es bis zum Ende des Krieges. Von der DDR-Zeit bis zum Jahr 1992 war hier eine Polizeischule untergebracht. Seit 2010 befindet sich Schloss Neudeck wieder im Besitz des Landes Brandenburg.

Barock

Besonderheiten des Schlosses

Der Bau der Burg glich seit ihrem Wiederaufbau im Jahr 1521 einem Rechteck. Unter der Anleitung von Friedrich von Schleinitz wurde dieser Bau 1615 erweitert. An der westlichen Seite kam ein Rundturm hinzu. Die Hoffassade wurde um einen Treppenturm erweitert.

Die Gartenfassade des Gebäudes wurde in den Jahren 1904 bis 1905 neu gestaltet. Unterschiedliche Baustilrichtungen prägten von nun an das Herrenhaus. So war neben der Renaissance und dem Barock auch die Heimatschutzarchitektur vertreten. Dies macht noch heute den besonderen Charme des Schlosses aus.